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UV-/Wood-Licht in der Dermatoskopie

UV-/Wood-Licht in der Dermatoskopie

Wood-Licht ist alles andere als „old school“ – im Gegenteil: In Kombination mit moderner Dermatoskopie liefert echtes 365‑nm‑UV-Licht heute diagnostische Informationen, die Sie mit Weißlicht allein schlicht nicht sehen. Pigmentstörungen, bakterielle und mykotische Infektionen, aber auch entzündliche Dermatosen zeigen unter Wood-Licht charakteristische Fluoreszenzmuster und Kontraste, die Ihre Differenzialdiagnose oft deutlich schneller auf den Punkt bringen.

Klassische Wood-Lampe und Dermatoskop arbeiten dabei idealerweise Hand in Hand: Die Lampe verschafft Ihnen den schnellen Überblick, das UV-Dermatoskop bringt die entscheidenden Details.

Was 365‑nm‑UV-Licht klinisch leistet

Wood-Licht nutzt langwelliges UV-A, optimal bei 365 nm: Diese Wellenlänge regt Porphyrine, Keratin, Kollagen und mikrobielle Metabolite zur Fluoreszenz an – bei gleichzeitig wenig störendem sichtbarem Eigenlicht. Für die Praxis heißt das:

  • Vitiligo und andere Pigmentstörungen: Depigmentierte Areale leuchten kalt weiß-bläulich und lassen sich schärfer abgrenzen; subklinische Herde werden sichtbar.
  • Infektionen:
    • Pseudomonas mit grünlicher Fluoreszenz,
    • Erythrasma korallrot,
    • bestimmte Tinea-Formen mit charakteristischen Leuchtmustern.
  • Entzündliche Dermatosen: Struktur- und Aktivitätsmuster, die im Weißlicht unscheinbar wirken, treten fluoreszenzgestützt deutlicher hervor.

Entscheidend ist, dass es sich um „echtes“ 365‑nm‑Wood-Licht handelt – viele „UV“-Gadgets arbeiten eher bei 385–405 nm und erzeugen deutlich weniger aussagekräftige Fluoreszenz.

UV-/Wood-Licht bei Mykosen

Bei Mykosen spielt „echtes“ Wood-Licht (365 nm) seine Stärken vor allem bei bestimmten Tinea‑Formen aus: Klassische Microsporum-Arten, insbesondere M. canis, zeigen unter Wood-Licht ein charakteristisches blau‑grünes Aufleuchten, wodurch suspekte Herde auf der Kopfhaut oder an behaarter Haut sehr schnell lokalisiert werden können. Das erleichtert sowohl das Screening (z. B. in Familien, Kitas, Tierkontakt) als auch die Wahl der Biopsie‑ bzw. Abstrichstelle; KOH-Präparat und Kultur bleiben dabei der diagnostische Goldstandard.

Mit einem UV-Dermatoskop wie dem Illuco IDS‑9100 oder dem DermLite DL 5 verlagern Sie diese klassische Wood-Licht-Diagnostik an die Kontaktscheibe: 365‑nm‑Fluoreszenz und dermatoskopische Vergrößerung fallen zusammen, sodass Sie fluoreszierende Herde direkt im Kontaktfeld sehen und mit den feinen Oberflächen- und Randstrukturen der Läsion korrelieren können.

Scabies unter UV-Dermatoskopie

Besonders eindrucksvoll ist UV-/Wood-Licht bei Scabies: Unter 365‑nm‑Beleuchtung fluoreszieren die Gänge im Stratum corneum als wellige, blau‑bis blaugrün leuchtende Linien („scabies sign“). In aktuellen Arbeiten zur UV-Dermatoskopie wurde gezeigt, dass sich der Milbenkörper selbst als hellgrüner Punkt („ball sign“) abhebt – deutlich prominenter als im rein polarisierten Weißlicht, wo man sich auf das klassische „delta-wing jet with contrail sign“ verlassen muss.

Mit einem UV-fähigen Dermatoskop wie dem DermLite DL 5 (365‑nm‑UV bei 10‑facher Vergrößerung) oder dem Illuco IDS‑9100 (365‑nm‑UV-Modus mit 12‑facher Optik) lassen sich diese fluoreszierenden Gänge und die Milbe direkt am Ende des Tunnels darstellen. In der Praxis bedeutet das: schnellere Bestätigung bei klinischem Verdacht, gezielteres Ansetzen der Dermatoskopie und eine deutlich erhöhte Trefferquote, ohne dass Sie für jeden Fall sofort zum Mikroskop greifen müssen.

Warum UV-Dermatoskopie mehr kann als die klassische Wood-Lampe

Die klassische Wood-Lampe beleuchtet ein größeres Areal aus Distanz – gut zum Screening, aber limitiert in der Auflösung. UV-Dermatoskopie bringt das 365‑nm‑Licht direkt an die Läsion und kombiniert es mit 10‑ bis 12‑facher Vergrößerung:

  • Lokalisierung: Sie sehen Fluoreszenz dort, wo Sie tatsächlich exzidieren oder biopsieren wollen, nicht nur „irgendwo“ im Areal.
  • Details: Übergangszonen bei Vitiligo, perifollikuläre Pigmentreste, feine Ränder von In-situ-Läsionen werden klarer.​
  • Synergie: Sie schalten zwischen polarisiertem/nicht polarisiertem Weißlicht und UV hin und her und gewinnen so drei komplementäre Informationsebenen.

Genau hier setzen die Geräte in unserem Sortiment an: Das Illuco IDS‑9100 und das DermLite DL 5.

Illuco IDS‑9100: Wenn es auf feinste Details ankommt

Das Illuco IDS‑9100 ist das erste Dermatoskop mit echter 12‑facher optischer Vergrößerung und einer Auflösung von 0,006 mm – ideal, wenn Sie maximale Detailtiefe wünschen. Für die Arbeit mit UV-/Wood-Licht sprechen insbesondere:​

  • 365‑nm‑UV-Modus (18 mW): Fluoreszenz von Pigmentstörungen, Infektionen und entzündlichen Arealen wird klar und kontrastreich.​​
  • Drei Beleuchtungsarten: parallel polarisiert, nicht polarisiert und UV, jeweils in vier Helligkeitsstufen – Sie können den Befund sehr fein „nachschärfen“.
  • 20‑mm‑Sichtfeld plus 12×: Sie sehen sowohl das Gesamtbild der Läsion als auch feinste Strukturen im gleichen Workflow.​​

Dazu kommen ein hoher Colour Rendering Index (CRI, Farbwiedergabeindex) für naturgetreue Hauttöne und ein Dioptrienausgleich von −6 bis +6, was das IDS‑9100 auch für Brillen- und Kontaktlinsenträger komfortabel macht.​

Kurz: Das Illuco IDS‑9100 ist das „Feinzeichner“-Gerät – prädestiniert für Kolleginnen und Kollegen, die höchste optische Präzision mit einem vollwertigen Wood-Licht-Modus kombinieren möchten.

DermLite DL 5: UV-„Schweizer Taschenmesser“ für den Praxisalltag

Das DermLite DL 5 setzt andere Akzente: 32‑mm‑Optik, echte 10‑fach-Vergrößerung und das erste Hybrid-Dermatoskop mit variabler Polarisation und integriertem 365‑nm‑UV-Licht.

Für den UV-/Wood-Licht-Einsatz sind insbesondere relevant:

  • 365‑nm‑UV bei 10×: „Wood’s lamp in der Hosentasche“ – fluoreszierende Strukturen auf Haut, Nagel oder Schleimhaut lassen sich im Kontaktfeld präzise zuordnen.
  • Variable Polarisation: Sie „scrollen“ gewissermaßen durch die Hauttiefen – von extrem oberflächlichen bis zu tieferen Strukturen – und können UV-Befunde direkt mit den entsprechenden Weißlichtmustern korrelieren.
  • Praxisfeatures: Hochleistungs-Torch‑LED für das Screening, abnehmbare Kontaktscheibe mit 10‑mm‑Skala, magnetisches 100‑mm‑Lineal, IceCap-Einwegkappen und universeller Smartphone-Adapter.

Damit ist das DermLite DL 5 besonders interessant für Praxen, die ein sehr vielseitiges „All-in-one“-Gerät suchen, das neben der klassischen Dermatoskopie eben auch Wood-Licht-Funktionen voll integriert.

Wann welches Gerät?

Aus unserer Sicht lassen sich die beiden Systeme grob so positionieren:

  • Illuco IDS‑9100:
    • Wenn maximale Vergrößerung, realistische Farbwiedergabe und minimale Verzerrung Priorität haben.
    • Ideal für detaillierte Beurteilung von Pigmentstörungen, frühen Tumorstadien und für Anwender, die häufig dokumentieren und exakt korrelieren möchten.
  • DermLite DL 5:
    • Wenn Sie ein sehr universelles Handgerät mit starker UV-Funktion und vielen Workflow-Extras (Lineal, Torch‑LED, variable Polarisation) suchen.
    • Besonders attraktiv für Praxen mit hohem Untersuchungsdurchsatz und für alle, die UV-/Wood-Licht „nebenbei“ in den Routineablauf integrieren wollen.

Beide Geräte bringen die Vorteile von Wood-Licht konsequent in die Dermatoskopie: echtes 365‑nm‑UV, hohe Vergrößerung und eine Bildqualität, die Ihnen in der täglichen Praxis schlicht mehr Sicherheit in der Beurteilung gibt.

Dermatoskope für die Kitteltasche

Dermatoskope für die Kitteltasche

Ein Dermatoskop soll in die Kitteltasche passen, im Alltag zuverlässig funktionieren und zu Ihrer Art passen, wie Sie mit einem Dermatoskop arbeiten. Drei Modelle aus unserem Sortiment erfüllen diese Anforderungen auf unterschiedliche Weise: das Dermlite DL200 Hybrid, das HEINE DeltaONE und das Illuco IDS-1100, das ab sofort wieder verfügbar ist.

Wir zeigen Ihnen, wo die Unterschiede liegen. So finden Sie das Gerät, das zu Ihrem Bedarf passt.

Bildqualität und Licht

Alle drei Geräte vergrößern 10-fach. Die Unterschiede liegen beim Licht und in der Optik.

  • HEINE DeltaONE:
    Ein achromatisches HEINE-Optiksystem liefert ein scharfes, detailreiches Bild. Die LED-HQ-Beleuchtung gibt die Farben sehr naturgetreu wieder und lässt sich zwischen polarisiertem und unpolarisiertem Licht umschalten. Mit 21 mm optischem Durchmesser ist das Gerät besonders handlich.
  • Dermlite DL200 Hybrid:
    Die 25-mm-Optik hat 21 LEDs, 15 davon polarisiert und 6 unpolarisiert. Das Licht ist weißlich-blau und zeigt Kontraste gut, mit und ohne Immersionsflüssigkeit. Anwender berichten teilweise von Schattenwürfen auf der Haut. Zum Bildrand hin ist die Abbildung nicht ganz verzerrungsfrei.
  • Illuco IDS-1100:
    Die 25-mm-Linse hat eine Antireflexbeschichtung (BBAR). Das Gerät bietet polarisiertes und unpolarisiertes Licht. Die Helligkeit lässt sich in drei Stufen je Modus einstellen. Mit 7.500 Kelvin und einer Farbwiedergabe von CRI 90 wirkt das Licht eher kühl, aber sehr klar.

Handhabung, Lieferumfang und weiteres Zubehör

Alle drei Geräte sind Handdermatoskope für die Kitteltasche. Unterschiede gibt es bei Form, Akku und Kontaktscheibe.

  • HEINE DeltaONE:
    Die Kontaktscheibe lässt sich ein- bzw. ausfahren, um mit oder ohne Hautkontakt zu untersuchen. Der Abstandshalter ist robust und wirkt hochwertig. Mitgeliefert werden ein USB-Ladekabel mit Steckernetzteil und ein sehr robustes, stabiles Reißverschlußetui, dass aufgrund seiner Größe aber nur für Reisen, jedoch nicht für die Kitteltasche tauglich ist. Die abnehmbare Kontaktscheibe ist autoklavierbar, eine kleine Kontaktscheibe für unzugängliche Körperstellen gibt es im Zubehör.
  • Dermlite DL200 Hybrid:
    Die ergonomische, abgerundete Form liegt gut in der Hand. Die Kontaktscheibe ist ebenfalls ausfahrbar. Der Abstandshalter aus Kunststoff wirkt weniger wertig, ist im Alltag aber robust genug und kann bei Defekt ohne Werkzeug ausgetauscht werden. Ein USB-Ladekabel liegt bei, ein Netzteil sucht man vergeblich im Karton. Dafür ist für dieses Gerät als Zubehör ein Silikon-Überzug lieferbar, der das Gerät noch griffiger macht.
  • Illuco IDS-1100:
    Die Kontaktscheibe lässt über einen griffigen, sehr flüssig laufenden Stellring ein- und ausfahren. Das Gerät ist das leichteste in diesem Vergleich: 190 g. Der Lithium-Ionen-Akku (1.150 mAh) hält laut Hersteller etwa 2 Stunden im Dauerbetrieb. Geladen wird er über die mitgelieferte Ladestation oder per Magnetkabel, beides ist im Lieferumfang enthalten! Eine kleine Kontaktscheibe für unzugängliche Hautstellen und eine Leder-Gürteltasche gibt es als Zubehör.

Smartphone-Anbindung

Alle drei Geräte haben einen Magnetring im Okkular. Daran lässt sich ein Smartphone-Adapter befestigen. Passende Adapter für das DeltaONE und das DL200 finden Sie in unserer Kategorie Smartphone-Adapter. Für das IDS-1100 gibt es den Universal-Smartphone-Adapter für Illuco IDS-1100 und IDS-9100.

Akkutausch und Service

Geräte dieser Preisklasse sollten einige Jahre halten und, falls doch mal ein Defekt auftritt, sollte er einfach und zeitnah behebbar sein. Der Akkutausch ist immer ein Thema.

  • HEINE DeltaONE:
    Der Akku kann mit technischen Geschick selbst getauscht werden, es empfiehlt sich jedoch, dies vom Hersteller erledigen zu lassen. HEINE sitzt in Deutschland, und führt Service uns Reparaturen selbst durch.
  • Dermlite DL200 hybrid:
    Der Akku lässt sich mit wenig Werkzeug selbst tauschen. Dermlite-Geräte kommen zwar aus den USA, aber da Dermlite inzwischen eine Marke der deutschen Fotofinder Systems GmbH ist, finden Service und Reparatur in Deutschland statt.
  • Illuco IDS-1100:
    Der Akku kann mit wenig Werkzeug selbst getauscht werden. Illuco ist ein koreanischer Hersteller, der neue deutsche Importeur hat jedoch einen Service- und Reparaturcenter in Deutschland aufgebaut, sodass auch hier Reparaturen in Deutschland durchgeführt werden.

Hygiene

  • HEINE DeltaONE:
    Die autoklavierbare Kontaktscheibe lässt sich leicht abziehen. Die Gummilippe, die die Kontaktscheibe hält, lässt sich bei Defekt nachkaufen und selbst montieren.
  • Dermlite DL200 Hybrid:
    Dermlite bietet IceCaps-Infektionsschutzkappen als Einwegprodukte für den Hautkontakt. Das Gerät lässt sich außerdem gut wisch-desinfizieren, die Kontaktscheibe kann mit Abstandshalter ohne Werkzeug zur Reinigung abgenommen werden.
  • Illuco IDS-1100:
    Die magnetisch gehaltene Kontaktscheibe lässt sich zur Reinigung und Desinfektion problemlos abnehmen.

Preis

Alle Geräte liegen preislich eng beieinander: Zur Zeit ist das Illuco IDS-1100 dank des Wiedereinführungspreises günstiger als das HEINE DeltaONE, das Dermlite DL200 Hybrid liegt jedoch keine 100 EUR über dem HEINE Gerät. Der Preis allein sagt aber wenig. Entscheidend ist, ob das Gerät zu Ihrem Alltag passt und ob Sie es lange nutzen können.

Welches Gerät passt zu welchem Bedarf?

  • Am HEINE DeltaONE gefällt uns das nahezu tageslichtartige Licht und die verzerrungsfreie Abbildung, allerdings ist das Okkular vergleichsweise klein und der Akku-Wechsel ist nicht wirklich für den Alltag entwickelt worden.
  • Am Dermlite DL200 Hybrid gefällt uns vor allem die ergonomische Form und der relativ unkomplizierte Akkutausch. Aber die Verarbeitung wirkt nicht so hochwertig wie bei den anderen Geräten, der Lieferumfang ist sehr übersichtlich, und das Licht ist im Vergleich eher schwach und bläulich.
  • Am Illuco IDS-1100 beeindruckt uns nicht nur die mitgelieferte Ladestation, sondern vor allem das überraschend klare Licht und das geringe Gewicht. Auch der Akkutausch ist nicht wirklich kompliziert.

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